Einleitung

Die Fähigkeit einen präzisen Schuss mit dem Gewehr abzugeben, überprüfen wir mit der Übung „Rifleman“. Geschossen wird mit einem Kleinkalibergewehr, Repetiergewehr oder einem Selbstlader. Die Übung hat ihren Ursprung in der US-amerikanischen Bürgerbewegung namens Project Appleseed. Dort wird sie unter der Bezeichnung „Red Coats“ verwendet. Die Silhouette des liegenden Schützen auf dem Original-Zielmedium wurde für die Variante „Rifleman“ gegen Dreiecke mit sehr ähnlichen Abmaßen ersetzt. Die Zeilscheiben haben wir immer vorrätig.

Ablauf

Die Entfernung zur Zielscheibe beträgt 25 Meter. Der Schütze gibt in jedes Dreieck drei Schuss ab zzgl. einen Bonusschuss in das Rechteck. Er beginnt dabei beim größten Dreieck. Die Schießposition ist jeweils frei wählbar. Im fortgeschrittenen Stadium sollte der Anwender in der Lage sein, unter Verwendung eines Schießriemens beim ersten Dreieck im Stehendanschlag zu beginnen und bei jedem folgenden Dreieck eine tiefere, also stabilere Position einzunehmen: Kniend, Sitzend und schlussendlich Liegend. Als Beginner kann die Übung komplett liegend aufgelegt vom Rucksack geschossen werden. Grundsätzlich sollte „Rifleman“ mit der offenen Visierung; also Kimme und Korn absolviert werden. Für einen Durchgang sind 13 Schuss erforderlich. Nach der Vorgabe stehen dafür 60 Sekunden zur Verfügung.

Zielmedium

rifleman

Die Dreiecke auf der Scheibe entsprechen einer maßstabsgerechten Verkleinerung für die Distanzen 100 Yard, 200 Yard, 300 Yard und 400 Yard sowie 250 Yard für das Rechteck. Das Rechteck hat also eine reale Breite von 18 cm, die Dreiecke von 59 cm. Auf der Zielscheibe ist eine kurze Gebrauchsanweisung mit abgedruckt. Zentraler Übungsbestandteil ist das Grundlagentraining beim Gewehrschießen. Geübt wird der Aufbau einer stabilen Schießplattform, die Wahrung des natürlichen Zielpunktes sowie das Umsetzen der Grundfertigkeiten Visierbild, Haltepunkt, Abzugskontrolle und Nachzielen.